Johann Georg B.
Schuldienst - Expektant
Unterthänigst gehorsamste Bitte des Schuldienst-Expektanten Johann Georg B. zu Schwarzenfeld um gnädigste Verleihung einer Schulgehilfenstelle
Der unterthänigst gehorsamst Unterzeichnete sieht
sich gezwungen, nachdem auch sein zweimaliges Bittgesuch, datiert vom 22,
Oktober laufenden Jahres ohne Erfolg geblieben, an eine hohe königliche
Regierung zum dritten Male die ergebenste Bitte zu stellen, man wolle ihm
baldmöglichst gnädigst eine Schulgehilfenstelle verleihen, da
er bei völliger Vermögenslosigkeit sich in der misslichsten Lage
befindet.
Man wolle auch bedenken, dass er einer Schulgehilfenstelle
um so bedürftiger ist, in dem er schon seit 28. August dieses Jahres
ohne diese und ohne Erwerb ist und an ihm daher seine arme Mutter (Witwe)
quasi als Müßiggänger ihr Bisschen immer noch darauf verwenden
muss, einem erwachsenen Menschen, der sein Brot sich selbst zu schaffen
im Stande wäre, aber leider ohne Verschulden in die jetzige Lage gerathen
ist.
Der unterthänigst gehorsamst Unterzeichnete erlaubt sich abermals die ergebenste Bitte zu stellen, eine hohe königliche Regierung wolle ihn baldmöglichst wieder als Schulgehilfe oder nach Umständen als intermistischen Schulverweser verwenden.
In tiefster Ehrfurcht geharret einer
königlichen Regierung der Oberpfalz und von Regensburg
unterthänigst gehorsamster
Georg B., Schuldienstexpektant